GdL Logo

Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer 


Chronik des Bw Worms - Das Bahnbetriebswerk Worms

  Das Geburtsjahr des Bahnbetriebswerk Worms könnte mit dem Jahre 1894 beginnen. Ein genaueres Datum konnte nicht recherchiert werden.
Nachdem am 07. Dezember 1835 der erste mit der Lok "Adler" gesogene Dampfzug zwischen Nürnberg und Fürth verkehrte, konnte noch niemand ahnen, dass am 24. August 1853 der erste Dampflokzug mit der Lokomotive "Worms", gezogen um 11.00 Uhr mit einem schrillen Pfiff in den Wormser Bahnhof einfahren würde. Der Bahnhof war klein und wurde nach langen Verhandlungen mit der Stadt Worms am Ende der Karmeliterstraße errichtet. Der Tag der Einweihung und der ersten Fahrt war gleichzeitig die Vorfeier zum Ludwigsfest. Der große Betreiber den Eisenbahnbaus war König Ludwig von Bayern. Nach ihm wurden die Bahnen benannt, daher auch der Name Ludwigshahn.
Die Strecke Worms-Mainz wurde mit 6 Lokomotiven betrieben und täglich verkehrten 4 Personenzüge, 2 Schnellzüge und 1 Güterzug. Wie damals üblich, hatten die Loks Namen und diese hießen: "Schenk", Dalwik", "Gutenberg", "Arnold" "Walpoden", "Mainz" und wie schon erwähnt "Worms".
Die Loks wurden in einer Lokstation gewartet und diese war neben dem Bahnhof. Der Eisenbahnbetrieb wurde immer größer. Die Pfalzbahn von Ludwigshafen wurde schon am 15. November 1853 an den Bahnhof Worms angeschlossen und 1864 wurde das zweite Gleis verlegt. Das zweite Gleis nach Mainz wurde erst ab 1870 verlegt. Der Bahnbau wurde immer weiter vorangetrieben. So wurden am 05. Dezember 1864 die Strecke Worms-Monsheim, am 23. Oktober 1872 die Strecke Monsheim-Langmeil, am 12. Dezember 1886 die Strecke nach Worms-Offstein, am 17. Mai 1897 die Strecke Osthofen -Gau Odernheim, am 24. November 1900 die Strecke Osthofen-Guntersblum und schließlich am 01. Oktober 1903 die Strecke Worms-Gundheim eingeweiht. In allen Endbahnhöfen waren Lokstationen eingerichtet. Nachdem die hessische Ludwigsbahn mit dem Bau der Wormser Rheinbrücke im Jahr 1901 an den Bahnhof Worms angeschlossen wurde, war Lokstation neben dem Bahnhof mittlerweile zu klein. Schon im September 1865 wurde im so genannten Liebenauerfeld mit dem Aufschütten eines Damms und dem Bau des Viadukts (Neuhauser Tunnel) begonnen. somit wurde das jetzige Bahnhofsgelände mit dem Rangierbahnhof geschaffen, wo 1896 schon 79 Güterzüge fuhren. 1904 war der Bahnhof Worms mit dem Bau des neuen Bahnhofgebäudes in der jetzigen Art vollendet. Der Personen- und Güterverkehr war doch enorm angewachsen und die Lokstation im Bahnhof war zu klein.
So wurde zunächst der Rechteckschuppen, die Lokleitung mit Verwaltung, die Werkstatt und die Lokbehandlungsanlage errichtet. Dies war auch die Geburtsstunde des Bahnbetriebswerks Worms und müsste 1894, wie angenommen, stattgefunden haben.
Der Lokomotivbestand der Ludwigsbahn betrug um 1885 etwa 225 Loks. In Worms waren 1893 12 Lokomotiven sowie 12 Lokomotivführer und 12 Heizer beheimatet. Auf 4 Gleisen im Bahnhof verkehrten etwa 120 Personen- und Güterzüge.

Im April 1901 zählte die Ludwigshahn 310 Loks. Dementsprechend wurden in Worms auch mehr Loks stationiert, denn in dieser Zeit wurden der kleine Rundschuppen, das Verwaltungsgebäude, die Drehscheibe und nach einem Plan vom Oktober 1900 der Wasserturm gebaut. In der so genannten Senkhalle waren die Schlosserei, Dreherei, Werkzeugausgabe, Ersatzteilausgabe sowie das Werkmeisterbüro untergebracht. In dem Rundschuppen wurden die laufenden Reparaturen an den Loks ausgeführt. Zum Beheben von Achslagerschäden wurde in der Senkhalle ein Hebewerk eingebaut zum Ausbauen der Lokachsen und Wechseln von Federn der Loks. Auch gab es mittlerweile eine Schmiede und Gießerei. Im Lokleitungsgebäude waren die Maschinellen-, Klempner-, Schreiner und Malerwerkstätten untergebracht, sodass doch mehrere Berufszweige im Betriebswerk vertreten waren. Nachdem die Elektrik Fuß gefasst hatte und elektrisch angetriebene Fahrzeuge gebaut wurden, sind im Jahre 1908 sechs AT-Wagen (Wittfeld Akkumulatoren Triebwagen) in Worms stationiert worden. Hierzu wurde ein weiteres Gebäude errichtet, in dem die Anlage zum Aufladen der Batterien dieser Triebwagen untergebracht wurden, sowie eine Halle zum Unterstellen der Wagen. In dem Gebäude waren Dynamos von beträchtlichem Ausmaß und der Raum war ein Schmuckstück des BW, wogegen die Lokhallen - bedingt durch die Loks - doch schwarz und ölig waren.
Der Lokbestand könnte um 1910 etwa 30 Loks betragen haben und dies waren nun Loks der Länderbauarten wie T3, T12, G8, P7, P8 und S3. Bis 1920 waren etwa 350 Lokomotivtypen verschiedener Länderbauarten im Einsatz. Am 1. April 1920 wurden die Länderbahnen zur Deutschen Reichsbahn zusammengeschlossen. Dies war auch die Geburtsstunde der Einheitslokomotiven.
Das Betriebswerk hatte doch ein enormes Ausmaß angenommen, nachdem 1921 der große Rundschuppen mit einer größeren Drehscheibe gebaut wurde, und bedingt durch die vielen Lokfahrten wurden zwei Steilwerke errichtet. Dies war Steilwerk IV (Ein- und Ausfahrt für Personenzugloks) und Steilwerk VI (Ein- und Ausfahrt für Güterzugloks). In dieser Zeit waren etwa 200 Personen im Betriebswerk Worms beschäftigt.
Bis 1935 waren die Loks der Länderbauarten ausgemustert oder zu Einheitsloks umgebaut. So waren ab 1936 die Einheitsloks der Reihe 89, 74, 38, 56 und ab 1939 auch die Baureihe 50 in Worms beheimatet. Auch war ein sogenannter Hilfszug zum Beheben von Eisenbahnunfällen mit Mannschafts-, Geräte- und Arztwagen im BW beheimatet. Dass es in Worms auch ein Maschinenamt gab spricht für die Größe den BW, das in dieser Zeit und bis zum Jahre 1950 mit einem Pfortentor abgeschlossen war, an dem man noch einen Ausweis zur Kontrolle zeigen musste.

Bedingt durch die Kriegsereignisse 1939 - 1945 war der Bahnhof Worms ein Knotenpunkt und das Betriebswerk wurde mit mehreren Loks der Baureihe 44, 50 und später mit ÜK (Übergangs-Kriegslok) der BR 50, 52 und 42 ausgestattet. Der Personalbestand betrug 1941 etwa 350 und 1943 etwa 400 Personen. Vereinzelt wurden während der Kriegs Loks zum Einsatz nach Osten abgegeben. In dieser Zeit wurden auch mehrere so genannte Fremdarbeiter wie Franzosen, Belgier, Polen und Russen im Betriebswerk beschäftigt hierdurch war der Personalbestand bis zu etwa 450 Personen angewachsen. 1943 wurde eine Lehrlingswerkstätte gebaut in der Maschinenschlosser ausgebildet wurden. Nach einem Schriftstück aus dem Jahre 1944 waren folgende Lokomotiven und Triebwagen im Worms stationiert:
Baureihe 50
078, 951, 954, 957, 1028,
1139, 1205, 1212, 1371, 1408, 1584, 1715, 1717, 1718, 1719, 1781, 2078, 2080, 2081, 2084, 2085.
Baureihe 50 ÜK
ÜK 1993, 2112, 2113, 2116, 2117, 2296, 2569, 2806, 3055, 3056, 3057, 3060, 3063, 3064.
Baureihe 44
1005, 1006, 1007, 1011.
Baureihe 42
610, 611, 612, 613, 614, 615, 616, 617, 618, 619, 620, 821, 822, 823, 824, 825, 826, 827, 829, 830.
Baureihe 38
1530, 1618, 1748, 1772, 1844, 2062, 2148, 2210, 2217, 2381, 2995, 3092, 3107, 3299, 3548, 3710, 3951.
Baureihe 56
366, 568, 578, 692, 789, 833.
Baureihe 74
546, 639, 743, 783, 805, 817, 835, 850, 854, 865, 970, 1004, 1019.
Baureihe 89
7312, 7381, 7409.
Hinzu kamen noch einige Beuteloks aus Frankreich, darunter auch die P8, die nach dem ersten Weltkrieg als Reparationslok an Frankreich abgeliefert wurde und nun als Baureihe 230 zurückkam. Im einzelnen handelte es sich um folgende Loks:
BR 230, 656, 695, 713, 717, 765.
BR 140, 104, 124, 139, 173, 189, 190, 232, 238, 240 und 320.
Insgesamt waren in dieser Zeit 114 Loks dem Betriebswerk Worms zugeteilt.
Hinzu kamen noch die ETA 177 407-408, 409-410, 411-412 und 178 030-031, 034-035.
Durch Kriegseinwirkungen wurden mehrere Loks beschädigt und dabei kamen auch 2 Lokomotivführer und 1 Heizer ums Leben. Die beschädigten Loks konnten nicht repariert werden und wurden in den Bahnhöfen Herrnsheim, Abenheim, Gundheim, Osthofen, Bechtheim, Gau Odernheim, Rheindürkheim, Hofheim und Biblis abgestellt. An 18. Marz 1945 wurde das Betriebswerk Worms durch einen Bombenangriff schwer beschädigt und im Mai 1945 waren nur noch folgende Lokomotiven einsatzfaltig:
BR 42 613, 6191 BR 50 1371, 2458, 26051 DR 56 276, 3661 BR 38 1648, 2062, 2217, 3157, 3710; BR 74 546, 639, 743, 789, 970 und BR 78 102.
Nach dem Ende den Kriegs waren im Bundesgebiet etwa 4.700 Loks zerstört und auf den Strecken lagen 9.000 Loks fest, weil die Gleisanlagen zerstört waren. Nun begann der Aufbau der Bundesbahn und des Bw Worms. Die gesamte Bahnanlage sowie die Eisenbahnbrücke waren zerstört und wurden ab Sommer 1945 nach und nach wieder instand gesetzt. Die Ausbesserungswerke waren überlastet. In der Ruine des Rechteckschuppens wurden Arbeiten wie LO, L1 und L2 an Loks ausgeführt.

Nachdem die Bahnlinie von Bingen - Mainz - Worms - Ludwigshafen fertig gestellt war, wurde nach dem schwierigen Dammbau bei Monsheim die Strecke nach Alzey am 18. April 1867 in Betrieb genommen. Weitere Strecken kamen hinzu, so am 29.06.1870 die strecke Bingen - Armsheim - Alzey, am 18.12.1871 die Strecke Armsheim - Mainz, am 31.12.1873 die Strecke Alzey - Kirchheimbolanden - Mannheim, am 01.07.1895 die Strecke Armsheim Wendelsheim und am 01.10.1896 die Strecke Alzey - Gau Oderernheim Bodenheim.
Somit war der Bahnhof Alzey auch zu einem größeren Knotenpunkt geworden und man war gezwungen auch hier eine Lokstation zu errichten, das spätere Bahnbetriebswerk Alzey. Dies müsste sich um die Jahrhundertwende ereignet haben. Der Rechteckschuppen mit Werkstatt und Verwaltungsgebäude sowie die Lokbehandlungsanlage wurden etwa um 1895 gebaut. Auch hier waren Lokomotiven der Länderbauarten vertreten.
Besonders schwierig ging es auf den Strecken des Reinhessischen Hügellandes zu, denn hier waren doch einige Steigungen zu bewältigen. Dass das Bw Alzey von mittlerer Große war sieht man daran, dass 1941 120 Bedienstete beschäftigt waren. Auch ein Gerätezug war hier beheimatet.
Der Lokbestand konnte etwa 10 bis 15 Loks der Baureihe 56 und 74 betragen haben. Ab 1943 wurden auch hier Maschinenschlosserlehrlinge ausgebildet. Durch die zentrale Lage des Bahnhofs wurden die Bahnanlagen in den letzten Kriegstagen 1945 stark zerstört und nach Kriegsende begann auch hier der große Aufbau. Im Jahre 1949 wurden im Bw Alzey etwa 190 Bedienstete beschäftigt und folgende Loks waren hier beheimatet:
Baureihe 56
252, 328, 434, 445, 476, 544, 578, 727, 789, 833, 872, 2050, 2078, 2207, 2248, 2259, 2287 und
Baureihe 86
227, 250, 314, 465, 698 und 701.
Mit 23 Loks war das Bw doch recht groß. 1954 wurde das Bahnbetriebswerk Alzey zur Außenstelle vom Bw
Worms. Etwa 70 Mitarbeiter kamen zum Bw Worms, der übrige Teil zum Bw Mainz und Bingerbrück. Die Loks 56 252, 328, 445, 476, 476, 544, 578, 727, 789 und 833 wurden in Worms beheimatet. In den Jahren von 1940 bis 1967 waren somit im Bahnbetriebswerk Worms etwa 30 Loks der Baureihe 38, etwa 80 Loks der BR 50, etwa 25 Loks der BR 50 ÜK, 20 Loks der BR 42, etwa 45 Loks der BR 56, etwa 20 Loks der BR 74, 5 Loks der BR 89 und 16 Triebwagen der BR 177, 178 und 180 beheimatet.
Als letzter Triebwagen war der ETA 177 109 als Arbeitszug bis zum Sommer 1963 in Worms eingesetzt und wurde anschließend ausgemustert.
Das wohl traurigste Geschehnis, das das Betriebswerk Worms betraf, ereignete sich, als am 24 Juli 1954 die Lok 74 850 mit Personal Worms an einem unbeschrankten Bahnübergang zwischen Abenheim und Herrnrsheim, Nachmittag gegen 14.00 Uhr, mit einem Reisebus Zusammenstieß, wobei 26 Personen ums Leben kamen.
Von der fortschreitenden Elektrifizierung bei der Deutschen Bundesbahn, so auf den Strecken Mainz - Worms - Ludwigshafen. Ludwigshafen - Heidelberg, Ludwigshafen - Kaiserslautern, Worms - Frankfurt/M., Bischofsheim - Mannheim und Frankfurt - Heidelberg wurde das Bw Worms direkt betroffen, denn auf all diesen Strecken waren Lokomotiven und Personal des Bw Worms vertreten.
Im Rahmen der Umstellung auf elektrische Traktion wurden die Dampflokomotiven der Baureihen 89, 74 56 und 38 nach und nach ausgemustert, die Loks der Baureihen 50 entweder abgezogen oder ebenfalls ausgemustert.
Andererseits wurden zwischendurch einige Loks der BR 23 dem Bw Worms zugeteilt; aber auch diese wurden wieder abgezogen. Am 1. Juli 1967 verlies die 50 472 als letzte Dampflokomotive das Bahnbetriebswerk Worms.
Die letzte Lok der BR 38 Lok 038 772-0, wurde zu Jubiläumsfahrten eingesetzt und war von 1940 bis 1945 als 38 1772 im BW Worms stationiert. Das Wegfallen der Dampflok bewirkte nun, dass die Rundschuppen und die weiteren Anlagen nicht mehr zu verwenden waren.
Im Jahre 1969 wurde das Wahrzeichen - der Wasserturm - abgerissen, 1974 folgte der Rundschuppen mit Drehscheibe und das Gebäude der Lokleitung. Jetzt hatte das Bw Worms nichts mehr von einem Dampflok-Betriebswerk. Von nun an war es nur noch zur Unterhaltung der ETA 150, jetzt 515, eingerichtet.
Nach dem Neubau der ETA, welcher ab 1954 erfolgte, wurden schon die ersten Serien (so auch der jetzige 515 001) in Worms beheimatet. 1975 waren 32 Einheiten im Bw stationiert. Dies waren die ETA: 515 001, 002, 003, 015, 016, 024, 025, 031, 032, 033, 120, 121, 122, 125, 126, 137, 521, 522, 525, 526, 529, 532, 533, 546, 547, 548,549, 551, 552, 629, und 630. Im Jahre 1977 betrug der Personalbestand noch 350 Mitarbeiter, davon waren 150 im Triebfahrzeug- und Komfahrdienst. Schon im Jahr 1935 wurden in Worms Lastkraftwagen eingesetzt. Eine Halle mit Werkstatt wurde errichtet und es gab die Einsatzstelle Kbw Worms. 1943 kamen noch 5 Omnibusse dazu.
Unter schwierigen Bedingungen sind in den 4 Jahren von der sogenannten L0-Abteilung doch 300 Lokomotiven verschiedener Baureihen instandgesetzt worden.
1950 wurde diese Abteilung aufgelöst (mittlerweile hatten die Ausbesserungswerke die Arbeiten übernommen) und die Mehrheit dieser Gruppe wechselte in den Lokfahrdienst, der zu dieser Zeit auf Hochtouren lief. Das Bw hatte damals immer noch 450 Mitarbeiter beschäftigt.
Der Lok- und ETA-Bestand war bis zum Jahr 1950 durch die Nachkriegsverhaltnisse auf 43 Loks und 5 ETA-Einheiten zusammengeschrumpft. Die Besatzungsmächte hatten das Sagen und so waren folgende Loks in Worms stationiert:
BR 38 1648, 2063, 2537, 2831, 3107, 3157, 3629, 3710, 3951.
BR 52 ÜK 291, 2337, 3111, 3121, 3323, 3324, 3325, 3327, 5334, 3641, 6709, 7176.
BR 56 276, 366, 633, 712, 828, 881.
BR 74 412, 546, 639, 716, 743, 783, 817, 843, 850, 865, 953, 970, 990, 1019.
BR 89 7312, 7381, sowie die
ETA 180 030, 032, 034, 035 und 036.
Ab dem Jahr 1952 wurden die ÜK Loks ausgemustert und die Baureihe 50 kam in größerer Zahl in den Einsatz.
Dies waren im Anfang die Loks: 50 091, 221, 361, 443, 472, 504, 679, 708, 841, 954, 1200, 1262, 1447, 1587, 2125, 2369, 2537, 2579, 3055, 3063, 3121 und 3141.
Die Baureihen 38, 56, 74 und 89 blieben.
Die ETA waren mit der Betriebsnummer 180 010, 012, 015, 017 und 018 vertreten.
Diese wurden abgezogen oder umbeheimatet und die BR 177 005, 016 und 025 kamen nach Worms. Der Lokbestand wechselte des Öfteren durch weitere Ausmusterungen von Lokomotiven und im Jahr 1958 waren noch 52 Loks im BW beheimatet. Dies waren:
BR 38 1564, 2062, 2831, 3107, 3157, 3951
BR 50 091, 221, 266, 543, 472, 504, 679, 1200, 1413, 1587 2369, 2537, 2579.
BR 56 235, 252, 316, 328, 4 s, 522, 554, 557, 563, 578, 600, 645, 667, 674, 690, 727, 730, 788, 833, 861. BR 74 487, 501, 515, 709, 719, 743, 843, 850, 855; 961, 963 und 970.
In den Jahren 1953 und 1954 startete die Deutsche Bundesbahn in Worms einen Versuch im Zusammenhang mit der Nachschau bei Dampflokomotiven, das so genannte Wormser Verfahren.
Dieses Verfahren wurde 1959 generell Bundesweit eingeführt.
Bei Kriegsende wurden die Lkw teilweise abgezogen, aber die Busse waren weiterhin im Einsatz, da einige Schienenwege noch nicht wiederhergestellt waren.
Veränderungen gab es in jenen Jahren durch Leistungsverlagerung von der Schiene auf die Straße. Nachdem im Mai 1953 bei der Stilllegung der Strecke Osthofen - Westhofen die erste Bahn aus unserem Raum verschwand, wurden weite Omnibusse in Worms stationiert. Weitere Strecken folgten so im Mai 1961 Worms - Gundheim, 1964 Worms - Offstein, 1970 Osthofen - Guntersblum und im September 1974 Osthofen - Gau Odernheim. So waren 1977 28 Kraftomnibusse im Worms beheimatet.
Durch weitere Streckenstillegungen wie 1983 Monsheim - Grünstadt und 1984 Monsheim - Langmeil kamen weitere Busse dazu; der Stand 1982 waren 43 Omnibusse.
Am 01.10.1982 wurde der Straßenverkehr in unserem Raum zu einem Verkehrsverbund zusammengeschlossen und damit das Kraftfahrzeugpersonal wie Fahrzeuge und Werkstatt zur selbständigen Dienststelle. Somit wurden auch 90 Mitarbeiter vom Bestand des BW Worms umbesetzt und der Personalbestand ging auf 190 Mitarbeiter zurück. Mit dieser Maßnahme hat der Personalbestand des Bahnbetriebswerks Worms wohl seinen niedrigsten Stand erreicht.
Der ETA Bestand war zu Ende des Bw mit 47 ETA-Einheiten recht groß. Folgende ETA waren damals in Worms beheimatet: 515 001, 002, 003, 005, 015, 016, 024, 025, 031, 033, 101, 102, 103, 104, 105, 106, 120, 121, 122, 125, 126, 130, 133, 137, 521, 522, 525, 526, 529, 530, 532, 534, 535, 536, 539, 546, 547, 548, 549, 551, 552, 553, 554, 555, 556, 585 und 588. Durch weiteren Abbau und Sparmaßnahmen der Deutschen Bundesbahn wurde das Bw Worms insoweit betroffen, dass das nun 90 Jahre bestehende Betriebswerk mit Ablauf des 30. September 1984 als selbständige Dienststelle aufgelöst und mit Wirkung vom 01. Oktober 1984 dem Bahnbetriebswerk Mainz angegliedert wurde. Ab diesem Zeitpunkt trug das Bw Worms den Namen – Bahnbetriebs Werk Mainz, Außenstelle Worms. Somit ging ein Stück Wormser Eisenbahngeschichte für viele Kollegen traurig zu Ende.
(Quelle: Privatarchiv von Josef Eyrisch)

Das Bw Worms bestand als ETA 515-Bw von Mai 1956 bis 30.09.1984 und vom 01.10.1984 bis 13.01.1989 als nicht eigenständige Außenstelle des Bw Mainz.
Zum 30.9.1984 löste die DB das Bw Worms als eigenständige Dienststelle auf. Die zu dieser Zeit dort beheimateten 35 Wormser ETAs gingen in den Bestand des Bw Mainz ab 1.10.1984 über. Der Einsatz und die Wartung der ETAs fand dennoch weiterhin in Worms statt, jetzt jedoch als Außenstelle des Bw Mainz.
Als Außenstelle endete der ETA-Einsatz in Worms ausgerechnet am Freitag, den 13. Januar 1989. Worms war somit 92 Jahre Einsatzort von Akkutriebwagen. Es fehlten somit nur 8 Jahre zum 100 jährigen Jubiläum.
Im Mai 1956 erhielt das Bw Worms zur Ablösung der betagten ETA 180 seiner ersten ETA 150. Von Jahr zu Jahr wuchs der Bestand immer weiter bis auf 35 ETA im Jahre 1984.
Ursprünglich war das Bw Worms als Auslauf-Bw der 515er vorgesehen. Als dann im Jahr 1988 die Einsätze der Karlsruher Neubau-VT 628 sich immer weiter Richtung Norden ausdehnten, begann nach zunächst einem friedlichen Nebeneinander der ETA 515 und VT 628 langsam der Rückgang der ETA-Einsätze.
Zu den Einsatzgebieten des Bw Worms gehörten viele nicht elektrifizierte Strecken, wie z.B. nach Bingen, Germersheim, Grünstadt, Gundheim, Mainz Hbf, Rheindürkheim und Wendelsheim sowie über Kaiserslautern nach Kusel, Neunkirchen und Zweibrücken.
Schwerpunke des Einsatzes war der Raum Kaiserslautern mit den Strecken nach Staudernheim und Kusel, der Raum Worms selbst als Mittelpunkt mit Verbindungen nach Bingen/Bingerbrück, wohin eigens zu diesem Zweck des fahrbare Ladeanlage des Bw Worms befördert wurde, und Mainz über Alzey, Bensheim, Germersheim, Neustadt (Weinstraße), Grünstadt und Biblis.
(Quelle: aus www.akkutriebwagen.de)
Kriegslokomotive der Baureihe 50

BW Worms
Lok 051 832-4 in Worms
Personal aus Klautern macht Pause in Worms
Lok 051 832-4 in Worms
Personal aus Klautern macht Pause in Worms
Lok 053 065-9 mit Fritz Wolf
1974
ETA 515 in Worms Bild aus www.akkutriebwagen.de
BW Worms Gleis 90
ETA 515 beim laden in Alzey
Ladepause in Alzey
ETA 515 Bild aus www.akkutriebwagen.de
Abgestellte ETA
BW Worms Bild aus www.akkutriebwagen.de
ETA beim Laden der Akkus
Josef Eyrisch vor ETA 515 001
Josef Eyrisch
515001 vor der Lokhalle
J.E. und der Dienststellenleiter
ETA Sonderfahrt
Sonderfahrt
ETA 515 Bild aus www.akkutriebwagen.de
Abgestellte ETA
Mobile Ladestation Bild aus www.akkutriebwagen.de
Fahrbare Ladestation
ETA 515 in Worms Bild aus www.akkutriebwagen.de
Hinter der ETA Halle
Lokhalle Bw Worms- Bild von www.schrankenposten.de
Reinigung der Frontscheiben
Ausbildungsgruppe auf dem neuen 628
Ausbildung am neuen 628 ganz rechts Jupp Palmes
Der 628 löst den ETA ab
Der 628 löst den ETA ab
BW Ansicht vom Kohlenhof aus gesehen
Ansicht vom Kohlenhof
Belegschaft des BwWorms 1984
Personalbestand bei der
Schließung des BW Worms
Alte Eisenbahnbrücke bei Worms
Die erste Eisenbahnbrücke über den Rhein bei Worms

<<zurück>> <<nach oben>>