GdL Logo

Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer

Chronik der GdL

<<zurück

  Im Jahre 1863 veröffentlichte der Lokomotivführer Lehmann aus Zwickau in der Zeitschrift für Lokomotivführer einen Aufruf an die Lokomotivbeamten, sich zusammenzuschießen und gemeinsam eine Forderung der Interessen des Berufstandes einzusetzen.
Im April 1863 trat der Lokomotivführer Maaß aus Han. Münden mit dem Betriebsmaschinenmeister Scotti aus Alzey in Verbindung, wobei über die im Lokomotivführerstand bestehenden Mißstände und deren Beseitigung gesprochen wurde.
Nach längeren Verhandlungen und Besprechungen kam es am 12. November 1866 zu der Gründung des Vereins Deutscher Lokomotivführer. Anläßsslich einer Versammlung von 12 Lokomotivführern verschiedener Bahnen, in Ludwigshafen, wurde F. Schirmer zum Vorsitzenden, der Betriebsmaschinenmeister Scotti aus Alzey zum Schriftführer, C. Maaß zum Schatzmeister, X. Sperl zum Revisor gewählt.
Die Gründer der GdL
Der Verein hatte nach der Gründung einen schnellen Aufstieg und zählte im Januar 1867 schon 217 Mitglieder. Im Dezember 1868 sogar schon 2.222 Mitglieder auf 45 Bezirke verteilt. Nach 25-jährigem Bestehen des Vereins 1889 war die Zahl auf 9.558 Mitglieder angewachsen. Am 24. August 1907 fand in Düsseldorf der Zusammenschluss der Landesvereine in dem Verein Deutscher Lokomotivführer statt. Hier zählte der Verein schon 18.603 Mitglieder. Der Weltkrieg 1914/18 riß auch in den Reihen der Lokomotivführer tiefe Lücken. Die erste Tagung nach dem Weltkrieg fand 1919 in Osnabrück statt. Der Verein wurde in eine Gewerkschaft umbenannt. Der Mitgliederbestand wuchs bis fast auf 80.000 Lokomotivführer und Anwärter heran. Nachdem die neue Epoche 1933 in Bewegung kam, wurde 1937 die GDL verboten. Nach dem zweiten Weltkrieg 1939/45 wurde die GDL durch das Bemühen vieler Kollegen 1949 in Königswinter wieder gegründet. Der Sitz der GDL war bis 1957 in Rheine und wurde im April 1957 nach Frankfurt verlegt.
Nach Unterlagen der Ortsgruppe Worms wurde am 19.01.1931 der Verein Deutscher Lokomotivführer in Worms gegründet. Hierbei war Kurt Schnellbacher Mitglied des Vorstandes.
Die damalige GDL existierte nicht mehr, seit sie im dritten Reich dem Reichsbund Deutscher Beamten angegliedert wurde.
Nach dem zweiten Weltkrieg hatten die damaligen Besatzungsmächte die Wiedergründung der GDL untersagt. Sie haben lediglich die Gründung den DGB mit den verschiedenen Industriegewerkschaften zugelassen. So entstand aus dieser Entwicklung die Einheitsgewerkschaft der Einsenbahner, der anfänglich auch die Kollegen des Lokfahrdienstes angehörten. Es zeigte sich aber bald, daß es wegen der besonderen dienstlichen Beanspruchung den Lokomotivpersonals unerläßlich war, die eigenständige und bewährte Berufsorganisation Wiederzugründen. Vorbildlich waren die britischen Besatzungsmächte, die zunächst in ihrem Besatzungsbereich die GDL als eigene Organisation zuließen. Als eine der letzten hatte sich die französische Besatzungemacht schweren Herzens entschlossen, ihren Widerstand aufzugeben. 1949 und 1950 wurden bereits im Raum Koblenz und Mainz Ortsgruppen der GDL gegründet, später auch in Ludwigshafen und Landau.
1949 fand die erste Generalversammlung der GDL nach dem Krieg statt. Dabei wurde auch der Beitritt zum Deutschen Beamtenbund (DBB) beschlossen, der im März 1950 vollzogen wurde.
In Worms wurden nun auch einige Idealisten tätig und der endgültigen Gründung der GDL Ortsgruppe Worms stand nichts mehr im Weg.
In der Gründungsversammlung am 16. November 1952 wählten die 46 anwesenden Kollegen der Lokomotivbediensteten des Bw Worms die Kollegen Ludwig Maul zum 1. Vorsitzenden, Ernst Nold zum 1. Schriftführer und Heinrich Reinhardt zum 1. Kassierer.
Bereits nach einem halben Jahr, bei der Mitgliederversammlung im Mai 1953, zählte die Ortsgruppe 119 Mitglieder. In dieser Versammlung war auch der damalige Dienststellenleiter Herr Steppart anwesend.
Im Jahre 1954 übernam Kollege Ernst Nold den Vorsitz der Ortsgruppe Worms und leitete diese bis er 1956 zum Bezirksvorsitzenden des Bezirks Mainz gewählt wurde. Ihm folgten die Kollegen, als Vorsitzende der Ortsgruppe, Konstantin Kuhn von 1956 bis 58, Friedrich Vogel von 1958 bis 1960, Paul Weber von 1960 bis 1974. In dieser Zeit betrug der Mitgliederbestand 173 Kollegen. Ende 1963 wurde die Ortsgruppe Alzey von der Ortsgruppe Worms übernommen, weil das Bw Alzey Außenstelle des Bw Worms wurde. Ab 1974 übernahmm Kollege Karl Diefenbach den Vorsitz bis 1975. Hiernach folgte Günter Hoffmann von 1975 bis 1978. Am l9. November 1977 feierte die Ortsgruppe das 25-jährige Bestehen. Bei der Jahreshauptversammlung 1978 übernahm nochmals der Kollege Diefenbach den Vorsitz der Ortsgruppe, bis er 1982 zum Bezirksvorsitzenden des Bezirks Frankfurt gewählt wurde. Kollege Norbert Schräder aus Alzey leitete nun die Ortsgruppe bis 1983. Danach wurden Josef Eyrisch von 1983 bis 1985 und Hans-Peter Weber von 1985 bis 1991 Vorsitzende.
Den bisher längsten Vorsitz hatte Karl-Ludwig Mauerer. Er war ab 19.01.1991 bis 27.03.2009 achtzehn Jahre lang tätig. Am 27.03.2009 wurde Dieter Eller als erster Vorsizender gewählt. Als erste Frau im Vorstand und zweite Vorsitzende, Kerstin Roth. Nach nur einem Jahr guter Arbeit trat Dieter Eller zurück und am 09. April 2010 wurde Kerstin Roth zur ersten Vorsitenden gewählt. Am 30.03.2011 trat Kertin Roth zurück, weil sie jetzt in Lübeck lebt und als neuer Vorsitzender wurde Ansgar Dasenbrock gewählt.
Die Kassierer waren: vom 16.11.1952 bis 27.03.1960 Heinrich Reinhardt, vom 28.03.1960 bis 08.01.1962 Eyerdam, vom 08.01.1962 bis 10.03.1964 Heinrich Lenhard, vom 28.01.1985 bis 27.03.2009 Wolfgang Obländer, vom 28.03.2009 bis jetzt Peter Gräf.
Schriftführer waren: 16.11.1952 bis 15.02.1953 Ernst Nold, vom 16.02.1953 bis 27.03.1960 Ruppert, vom 28.03.1960 bis 08.01.1962 Horle, vom 09.01.1962 bis 10.03.1964 Heinrich Lenhard, vom 11.03.1964 bis 15.03.1970 Karl-Heinz Reiß, vom 16.03.1970 bis 24.03.1974 Karl Diefenbach, vom 25.03.1974 bis 20.03.1980 Josef Eyrisch, vom 21.03.bis 27.03.2009 Dieter Fisgus, vom 28.03. bis zum 04.04.2010 Ralf Schmitt. Karl-Ludwig Mauerer ist bis 30.03.2011. Seit 30.03.2011. ist Peter Gräf Schriftführer.
Mit der Privatisierung der Deutschen Bundesbahn zur Deutschen Bahn AG wurden die Kollegen aus Alzey zur Ortsgruppe Mainz überwiesen. Die Wormser wurden wurden der Niederlassung im Regionalbereich nach Ludwigshafen zugewiesen. Die GdL Ortsgruppe Worms wurde vom Bezirk Frankfurt in den Bezirk Karlsruhe übernommen. Strukturelle Veränderungen der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer ergaben 2001 den Zusammenschluss der Bezirke Karlsruhe, Stuttgart und Saarbrücken zum Bezirk Südwest. In diesem Bezirk mit insgesamt 26 Ortsgruppen ist Ortsgruppe Worms einer der kleinsten.
Bundesweit hat die GdL sieben Bezirke und rund 200 Ortsgruppen.

<<zurück>> <<nach oben>>